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Tätigkeitsbericht 2016

Tätigkeitsbericht 2016

Seinem inhaltlichen Profil für mehr Selbstbestimmung und Chancengleichheit von Menschen mit Teilhabebeeinträchtigungen in der Gesellschaft konsequent folgend, setzte sich der Allgemeine Behindertenverband Land Brandenburg e.V. (ABB e.V.) auch im Jahr 2016 gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Unterstützern mit einer Reihe von vielfältigen Verbands- und Projektarbeiten ein. Unabhängig von der Art ihrer Beeinträchtigung und einer Mitgliedschaft im ABB e.V. erhalten Menschen mit Behinderung durch den ABB e.V. breitgefächerte Angebote und Hilfen zur Selbsthilfe. Die Umsetzung der UN-Konvention als auch des Bundesteilhabegesetzes begleitete die Landes- und Bundespolitik auch im Jahr 2016 weiterhin maßgebend. Ziel aller Bemühungen ist die Umsetzung des Anspruches einer inklusiven Gesellschaft – diesem Ziel waren die Aktivitäten des ABB e.V. als Interessenvertretung von Menschen mit Behinderung verpflichtet. Unsere Angebote, wie die soziale Beratung, Aktionen und Stellungnahmen für mehr Barrierefreiheit und Mobilität und auch unsere sonstigen Projekte setzen sich dafür ein. In diese Leistungsangebote bezogen wir unsere 13 Mitgliedsvereine und zahlreiche Einzelmitglieder ein und unterstützten sie mit Rat und Tat. Dazu gehören insbesondere aktuelle Informationen zu Gesetzesänderungen, die Beantwortung von vielfältigen Rechts- und Sozialfragen, aber auch regelmäßige Infomails und Info-Flyer. Höhepunkte sind unser Aktionstag mit anschließender Verleihung des Negativpreises „Betonkopf-Brandenburg“, themenspezifische Ein- oder Mehrtagesschulungen sowie das Angebot der Beratungssprechstunde vor Ort bei den Vereinen. Unter dem Motto „Einfach für alle – Gemeinsam für eine barrierefreie Stadt“ veranstalteten wir unseren traditionellen Aktionstag am 3. Mai in Potsdam und wollten beurteilen, was sich seit unserer ersten Negativpreisverleihung im Jahr 2004 bis 2016 für mehr Barrierefreiheit getan hat. Dabei begleitete uns die Frage „Wie barrierefrei ist unser Land Brandenburg bzw. die Landeshauptstadt Potsdam nun wirklich?“ Nach 12 Jahren Betonkopf-Brandenburg haben wir zurückgeblickt und mit unserem 25. Aktionstag dazu beitragen wollen, die Grundsätze von Inklusion im Land Brandenburg weiter durchzusetzen, um gesetzliche Regelungen für seine Umsetzung in allen Ressorts zu befördern und vorhandene Regelungsdefizite zu analysieren und weiter abzubauen. Wir setzten unser Konzept zur jährlichen Verleihung des „Betonkopf Brandenburg“ für die drastischste Diskriminierung von Menschen mit Behinderung weiter fort. Damit machen wir seit 2004 Verstöße gegen das Gleichheitsgebot im GG Art. 3 öffentlich. Der „Betonkopf Brandenburg“ ging 2016 die Stadtverwaltung Brandenburg an der Havel für die Gestaltung des Blindenleitsystems des Bahnhofvorplatzes der Stadt. In den regelmäßig stattfindenden Zusammenkünften mit unseren ABB e.V.-Mitgliedsvereinen und Einzelmitgliedern findet ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen den ehrenamtlich Aktiven aus den unterschiedlichen Regionen Brandenburgs statt. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ können Betroffene als Experten in eigener Sache Anregungen zum Vereinsleben austauschen und so die Selbsthilfekräfte stärken.

Projektarbeiten

Der Fachdienst Sozialberatung nahm mit seinem Beratungsspektrum auch im Jahr 2016 für Menschen mit Teilhabebeeinträchtigungen und ihre Angehörigen einen wesentlichen Platz ein. An rund 50 Beratungstagenmit rund 180 Fällen konnte bei z. T. schwierigen sozialrechtlichenProblemen geholfen werden. Schwerpunkte waren Fragen zum inklusivenBildungssystem, zum Kündigungsschutz, zur Rentenversicherung,Gesundheitsfürsorge, Pflegeversicherung und zu leistungsrechtlichenAnsprüchen gegenüber Rehabilitationsträgern.Bildung ist für Menschen mit Behinderung eine wichtige Voraussetzung zurerfolgreichen Inklusion. Mit Maßnahmen zur Informationund Aufklärung,insbesondere durch thematische Bildungsangebote wie Vorträge, Seminare oder Schulungen fördern wir das Rechtsbewusstsein von Menschen mit Behinderung und befähigen sie zu einer besseren Wahrnehmung eigener Rechte. Im Jahr 2016 veranstalteten wir hierzu für unsere Mitgliedsvereine, Einzelmitglieder und andere Interessierte im März unser traditionelles Bildungswochenende zum Thema „Begleitung und Beratung von Menschenmit Behinderung zu Entscheidungen am Lebensende“.Im Rahmen des online - Familienratgebers der Aktion Mensch e.V. fungiertder ABB e.V. weiterhin als Regionalpartner zur Pflege der Daten über lokaleBeratungsstellen für die Region Potsdam.

Unser Fachdienst Barrierefreiheit & Mobilität bot im Jahr 2016 in rund 40 Anfragen praktische Hilfen bei der Gestaltung eines barrierefreien Lebensumfeldes von Menschen mit Behinderung. Hierzu wurden mit Hilfe des Fachdienstes Anfragen zu Wohnungsanpassungen, behindertengerechten Kfz-Anpassungen, zu öffentlichen Bauvorhaben o. ä. bearbeitet. Außerdem war der ABB e.V. auch im zurückliegenden Jahr regelmäßig im Ausschuss „Barrierefreies Bauen“ der Brandenburgischen Architektenkammer vertreten.

Im Rahmen unseres Fachdienstes Bildung & Jugend wurde unser jährliches Ferienprojekt der „Erlebnisfreizeiten für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung“ zum 26. Mal durchgeführt. Das ehrenamtliche Team von über 100 Helfern mit Pädagogen, Ärzten und medizinisch-pflegerischem Fachpersonal betreute während der zwei Durchgänge der Freizeiten 223 Kinder und Jugendliche aus den Regionen des Landes und anderen Bundesländern. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmer waren Kinder und Jugendliche mit verschiedensten Einschränkungen, darunter 70 mit anerkannter Pflegestufe.

Darüber hinaus widmete sich der Landesverband dem Themenkreis die integrativen Konzepte zur Teilhabe am Arbeitsleben undder unterstützten Beschäftigung für junge Menschen mitTeilhabebeeinträchtigungen.

Interessenvertretung

Die Forderungen nach tatsächlicher landesrechtlicher Gleichstellung, nach Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft und mehr Selbstbestimmung standen weiterhin im Zentrum unserer Verbandsarbeit. Im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der Umsetzung sowie Fortschreibung des behindertenpolitischen Maßnahmepaketes der Landesregierung brachte sich der ABB e.V. durch umfangreiche Stellungnahmen und dieTeilnahme an diversen Fachkreisen intensiv ein.Mit der Leitung der Leitung der Arbeitsgruppe „Gleichstellungsgesetz“sowie der Mitarbeit in der Arbeitsgruppe „Barrierefreies Bauen/MIL“führten wir unsere intensive Mitarbeit in diesem Gremium erfolgreichim ABB e.V. fort. Des Weiteren ist der ABB e. V. Mitglied beim RundenTisch Inklusive Bildung des MBJS, im Beratenden Ausschuss desIntegrationsamtes Brandenburg sowie im beratenden Ausschussfür die Ernennung von Berufsrichtern in der Sozialgerichtsbarkeit.Mehrere Mitglieder des ABB e.V. sind als ehrenamtliche Richter/innenan Sozialgerichten des Landes Brandenburg berufen.

Öffentlichkeitsarbeit

Mit unserem Rundbrief, den Infomails, diversen Sozialinformationen, den Publikationen und Info-Flyern zu unseren Beratungsangeboten der Fachdienste und Projekten machten wir unser Leistungsspektrum über die Verbandsstrukturen hinaus bekannt. Aus aktuellem Anlass informieren wir per Infomails und nutzenselbstverständlich auch unsere eigene umfangreiche Internetseite www.abbev.de sowie den Auftritt bei Facebook. Es gelang uns, mit unseren Aktivitäten und Aktionen in den unterschiedlichen Medien auf regionaler und überregionaler Ebene präsent zu sein. Zudem wurde über unsere Arbeit in zahlreichen Zeitungsartikeln verschiedener Tageszeitungen im Land Brandenburg berichtet.

Finanzen

Nur dank der Selbsthilfeförderung durch Krankenkassen, Projektförderungen der Aktion Mensch e.V. und des brandenburgischen Sozialministeriums konnten wir die wesentlichen Leistungsangebote auch im Jahr 2016 erhalten und weiterführen. Es konnten projektbezogene Spenden von Stiftungen und privaten Sponsoren akquiriert werden.Ergänzt wurden diese Mittel durch Bußgeldzuwendungenund die Beiträge der Mitglieder.Da es sich hierbei oft nur um eine haushaltsjahrbezogeneFinanzierung von Teilbeträgen handelt, ist zur Sicherung derkontinuierlichen Selbsthilfetätigkeit des ABB e.V. und zur Fortsetzung unserer Projekte ein beständiger Mix aus Spenden, Projektförderungen, Bußgeldzuweisungen – ergänzt um die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen – unabdingbar.



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