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Späte Gerechtigkeit - Viagra® auf Rezept

 

Seit das Medikament Viagra® der Firma Pfizer auf den Markt kam, gab es wiederholt Diskussionen, ob die Krankenkassen die Kosten dieses Arzneimittels übernehmen sollen.

Ab dem 01.01.2004 waren allerdings jegliche Zweifel beseitigt. Im Zuge der Gesundheitsreform war im Gesetz festgelegt worden, dass derartige Medikamente zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion (mangelnde Gliedsteife) nicht zu Lasten der Krankenversicherung verordnet werden dürfen.

Für den Zeitraum bis zum 31.12.2003 war die Rechtslage bisher unklar. Das Bundessozialgericht hatte nunmehr über diese „alte" Rechtslage zu entscheiden und hat das mit Urteil vom 10.05.2005, Az. B 1 KR 28/04 R, getan.

Dem lag folgender Fall zugrunde:

Bei dem 1955 geborenen und bei der Barmer Ersatzkasse gesetzlich versicherten Kläger bestand als Folgeerkrankung einer seit mehr als zwanzig Jahren bestehenden multiplen Sklerose eine erektile Dysfunktion.

Seit Oktober 1998 wurde ihm auf Privatrezept das Arzneimittel Viagra verordnet. Am 30.9.1999 beantragte der Kläger erstmals bei der Beklagten unter Vorlage eines ärztlichen Attestes die Kostenübernahme für das Arzneimittel Viagra.

Die Krankenkasse lehnte dies ab. Es kam zur Klage und das Sozialgericht Berlin gab dem Kläger Recht. Die Krankenkasse legte gegen das Urteil Berufung ein, konnte aber auch vor dem Landessozialgericht Berlin nicht siegen.

Die Barmer Ersatzkasse blieb nun auch vor dem Bundessozialgericht ohne Erfolg.

Die Richter führten aus, dass die erektile Dysfunktion im Falle des Klägers eine Krankheit im Sinne des Rechts der gesetzlichen Krankenversicherung darstellte. Diese war behandlungsbedürftig und mit dem Arzneimittel Viagra® auch behandlungsfähig. Das Arzneimittel Viagra® war in derartigen Krankheitsfällen bis Ende 2003 auch nicht von der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen.

 

Späte Gerechtigkeit - Viagra® auf Rezept (PDF)



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