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Behindertenverband Kreis Eberswalde e.V. - Keine Angst vor dem Sozialgericht – als behinderter Mensch selbst seine Rechte wahrnehmen

Logo Behindertenverband Kreis Eberswalde e.V.

Zu diesem Thema war die Weiterbildungsveranstaltung des Behindertenverbandes Kreis Eberswalde e.V. und der Kontakt- und Beratungsstelle für Selbsthilfe am 17. Oktober 2008 überschrieben.
Die Aktion Mensch fördert dieses Bildungsprogramm des Allgemeinen Behindertenverbandes Land Brandenburg (ABB) e.V. Neben Vertretern von 17 Selbsthilfegruppen (SHG) aus dem Barnim gehörten auch die Beauftragte für soziale Belange der Stadt Eberswalde, Barbara Ebert, und die Behindertenbeauftragte des Landkreises Barnim, Sabine Jäger, zu den 39 Teilnehmern im Dietrich-Bonhoeffer-Haus im Brandenburgischen Viertel.

Behindertenverband Kreis Eberswalde e.V. Bildungsveranstaltung des ABB mit Dr. Stephan Faust und Rita Hennrich, gefördert von der Aktion Mensch e.V.

Und keiner sollte sein Kommen bereuen. Schließlich hat wohl schon jeder Sozialleistungen bei Behörden oder Krankenkassen beantragt und dabei die unterschiedlichsten Erfahrungen gesammelt. Besonders groß ist die Unsicherheit, wenn ein Antrag abgelehnt und zu allem Übel auch noch der Widerspruch negativ beschieden wird. Die wenigsten wagen den nächsten Schritt und klagen vor dem Sozialgericht.

Rita Hennrich (ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht) und Dr. Stephan Faust (Sozialberater des ABB e.V. und Rechtsanwalt) machten deutlich, dass diese Angst unbegründet ist, wenn man einige Dinge beachtet. Die Ausführungen, unterstützt durch eine Bildschirmpräsentation, gliederten sich in die drei Abschnitte richtig beantragen, richtig Widerspruch einlegen und richtig klagen.

Unter anderem erhielten die aufmerksamen Zuhörer Antworten auf folgende Fragen:

  • Welche Sozialleistungen muss ich beantragen und welche werden ohne Antrag erbracht?
  • Wo kann ich welche Anträge stellen?
  • Wie lange kann sich eine Behörde Zeit lassen, um über einen Antrag zu entscheiden?
  • Wie kann ich Widerspruch einlegen?
  • Was gehört in eine gute Widerspruchsbegründung?
  • Welche Möglichkeiten habe ich, wenn die Frist verpasst wurde?
  • Was kostet ein Klageverfahren vor dem Sozialgericht?
  • Wie läuft ein gerichtliches Verfahren ab?
  • Wie lese ich Gerichtspost richtig?

Dr. Stephan Faust gelang es, diese scheinbar komplizierte Paragraphenreiterei mit einfachen Worten zu entzaubern und anhand von Beispielen verständlich und unterhaltsam darzustellen. Auch die lebendige Schilderung einer Sozialgerichtsverhandlung durch Rita Hennrich stärkte das Selbstbewusstsein der Anwesenden.

Während des Vortrages und in den Pausen war Gelegenheit, Fragen und persönliche Probleme zu klären. So vergingen die fast sechs Stunden wie im Fluge und das erworbene Wissen kann nun an die anderen Mitglieder der Selbsthilfegruppen weitergegeben werden.

Herzlichen Dank auch an die Gastgeber vom Bonhoeffer-Haus um Hartwin Schulz für die hervorragenden Bedingungen.

Wer noch Fragen hat, kann sich telefonisch unter 03334 236020 an den Behindertenverband und die Selbsthilfekontaktstelle wenden.

Klaus Morgenstern
Vorsitzender des Behindertenverbandes
Kreis Eberswalde e.V.



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