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Protokoll der Mitgliederversammlung des ABB vom 20. September 2008

Ort: Tagungshaus „BlauArt“ Potsdam-Hermannswerder
Zeit: 20.09.2008 von 10.00 Uhr bis 13.30 Uhr
Versammlungsleiter: Klaus Morgenstern, Eberswalde

Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Konstituierung der Mitgliederversammlung
  2. Erläuterungen zum Rechenschaftsbericht
  3. Finanzbericht
  4. Bericht der Kassenprüfer
  5. Diskussion

  6. - Mittagspause -
  7. Fortführung der Diskussion, Ausblick auf künftige Aktivitäten des ABB
  8. Beschlussfassung
  9. Wahl der Wahlkommission, Aufstellen der Kandidatenlisten und Erläutern der Wahlordnung
  10. 1. bis 5. Wahlgang zur Wahl des Arbeitspräsidiums, der weiteren Vorstandsmitglieder sowie der Kassenprüfer, Auszählen der Stimmen und Bekanntgabe der Wahlergebnisse
  11. Schlussbemerkungen des/der gewählten Vorsitzenden des ABB

während der Pausen:

  • Infoangebote des ABB
  • Stellwand Betonkopf

TOP 1 - Eröffnung und Konstituierung der Mitgliederversammlung

Der ABB-Vorsitzende, Karl-Heinz Lauterbach, eröffnet die Mitgliederversammlung, den
10. Verbandstag des ABB, und begrüßt die Vertreter der Vereine und Einzelmitglieder. Als Gäste heißt er besonders herzlich Rainer Kluge, Landesbehindertenbeauftragter, und Elvira Queiser, Geschäftsführerin des Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland e.V. (ABiD), willkommen.

Nach erfolgter Bestätigung als Versammlungsleiter übernimmt Klaus Morgenstern das Wort. Im Anschluss erfolgt die Wahl der Mandatsprüfungskommission, die sich durch die Einzelmitglieder Sigurd Jacob und Paul Redel konstituiert und folgenden Bericht vorlegt:

Von den 23 Mitgliedsvereinen des ABB haben 21 Stimmrecht. Anwesend sind 12 Vereine und 5 Einzelmitglieder. Fünf weitere Vereine haben ihr Stimmrecht satzungsgemäß übertragen, so dass von den 21 stimmberechtigten Vereinen 17 Vereine mit 1028 Stimmen und 5 Einzelmitglieder mit 5 Stimmen, insgesamt eine Anzahl von 1033 Stimmen, vertreten sind. Das macht 91,49 Prozent der Gesamtstimmen (1129) des ABB aus.
Für Abstimmungen mit einfacher Mehrheit sind demnach 517 Stimmen erforderlich.

Die Tages- und die Geschäftsordnung wurden einstimmig bestätigt. Danach übergab Klaus Morgenstern das Wort an Karl-Heinz Lauterbach zu Erläuterungen des Rechenschaftsbe­richtes.

TOP 2 - Erläuterungen zum Rechenschaftsberichtes

Der Rechenschaftsbericht liegt den Teilnehmern mit Sonderrundschreiben vom 12.09.2008 schriftlich vor. Karl-Heinz Lauterbach bezieht sich in seinen Erläuterungen auf wesentliche Punkte des Berichtes und veranschaulichte dies in einer Leinwandprojektion.

Er würdigt die im Berichtszeitraum vollzogene Entwicklung des Verbandes und geht dabei auf einige Schwerpunkte der Verbands- und Projektarbeiten ein (Beratungsleistungen, Projektarbeiten, Interessenvertretung und Unterstützung der Mitgliedsvereine). So sind die Mitgliederzahlen relativ stabil geblieben. Als dringende Herausforderungen stellen sich für ihn die Gewinnung neuer und jüngerer Mitglieder dar, insbesondere für Führungsaufgaben, sowie die Finanzierung bestehender und neuer Projekte. Als Beispiel nennt Herr Lauterbach das angekündigte Wegfallen der Förderung der Aktion Mensch für Ferienmaßnahmen. Die aktuelle Situation mache es erforderlich, alle Aktivitäten in Projektform zu kleiden und finanziell geschlossen zu konzipieren.

Weiterhin geht er auf die Entwicklung des sozial-juristischen Beratungsdienstes von Dr. Faust näher ein und richtet dabei an ihn großen Dank für den Einsatz nicht nur im Beratungsdienst, sondern auch für die Erarbeitung von Novellierungsvorschlägen zum Landesgleichstellungsgesetz und seine Referententätigkeit bei den Veranstaltungen zum Thema „Keine Angst vor dem Sozialgericht“. Begleitend dazu erläutert Herr Lauterbach die Verfahrensweise mit der Rufnummer für die juristische Beratung. Anschließend gibt er einige Ausführungen zum Beratungsdienst „Barrierefreiheit & Mobilität“.

Herr Lauterbach erläutert die personellen Veränderungen in der Geschäftstelle. Sigurd Jacob, ABB- Geschäftsführer seit Anbeginn, wurde zum 01.01.2008 nach einjähriger Einarbeitungszeit durch Paul Redel abgelöst. Herr Lauterbach bedankt sich für die gute Arbeit bei Sigurd Jacob. Als neue Mitarbeiterin der Geschäftsstelle arbeitet Nicole Stäbler als Koordinatorin des Beratungsdienstes „Barrierefreiheit und Mobilität“ seit dem 01.01.2008.

TOP 3 – Finanzbericht

Rita Hennrich, Schatzmeisterin, trägt den Finanzbericht des Verbandes vor. Sie weist auf die vorgenommenen Einsparungen innerhalb der Geschäftsstelle hin. Als Erfolg stellt sie die Bemühungen zur Erhöhung der Bußgeldzuwendungen dar, die 2007 zu einer 27%igen Steigerung der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr führte.

Der negative Trend der steigenden Verluste bei den Jahresabschlüssen konnte zwar nicht gänzlich umgekehrt, jedoch erheblich gebremst werden. Entscheidend für das langfristige Überleben des ABB wird die Klärung der Frage sein, ob es dem ABB gelingt, mit eigenen Leistungen und Produkten die Verbandsfinanzierung sicherzustellen. Beispiele aus dem letzten Berichtszeitraum hierbei seien die Einführung einer gebührenpflichtigen Telefonnummer für die Beratungsleistungen von Dr. Faust sowie die Gestaltung eines Gutachtens für eine Fertigbaufirma durch Joachim Kumpch.

TOP 4 – Bericht der Kassenprüfer

Klaus Morgenstern erstattet den Prüfbericht. Es fanden zwei Prüfungen, am 27.11.2007 und 14.08.2008, in den Geschäftsräumen des Verbandes statt. Gegenstand der Prüfungen waren für den jeweiligen Abrechnungszeitraum die Ergebnisrechnung, die Bank-, Kassen und Buchungsbelege, die Kassenberichte und die Finanzkonten.

Die Überprüfung dieser Unterlagen erfolgte stichprobenartig. Sie wurden ordnungsgemäß geführt und übersichtlich aufbewahrt. Anfangs- und Endbestände in den Buchungsunterlagen stimmen mit den Angaben auf den Kontoauszügen überein. Pro Monat wurden etwa zwei Buchungen genauer geprüft. Es gab keine wesentlichen Beanstandungen.

Zu jeder Prüfung gibt es ein schriftliches Protokoll, in dem auch die Hinweise der Kassenprüfer aufgeführt sind. Diese bezogen sich überwiegend auf die gemeinsame Ablage von Kontoauszügen und den dazugehörigen Belegen, Inhalt und Höhe von Honorarverträgen zum Aktionstag und weitere Erleichterungen für die Kontrolle der Unterlagen.

Durch das Arbeitspräsidium des ABB wurden die Protokolle besprochen und, so weit erforderlich, Maßnahmen zur Umsetzung der Empfehlungen festgelegt. Klaus Morgenstern be­antragt die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsleitung/Buchhaltung.

TOP 5 - Diskussion

Zwölf Diskussionsredner ergriffen das Wort, drei von ihnen mehrmals.

Rainer Kluge, Behindertenbeauftragter des Landes Brandenburg, übermittelt herzliche Grüße der Ministerin Dagmar Ziegler. Er benennt die Ausführungen des Vorsitzenden zum Rechenschaftsbericht als sehr umfangreich und ehrlich. Ihm sind drei Punkte besonders wichtig:

1. Herr Kluge hält das Lösen des Problems hinsichtlich der Überalterung der Verbandsstrukturen für notwendig. Der Trend der rückläufigen Mitgliederzahlen sei bundesweit zu beobachten. Rainer Kluge schlägt vor, die Kontakte des ABB zum Oberlinhaus auszubauen, um künftig ehrenamtliche Nachwuchskräfte aus dem Berufsbildungswerk des Oberlinhauses zu gewinnen.

2. Rainer Kluge betont die vielseitigen Kompetenzen des ABB. Besonders hebt er die umfangreiche Arbeit hinsichtlich der Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsbereich von Herrn Kumpch, die jährlichen Integrativen Erlebnisfreizeiten und die regelmäßig erscheinenden Rundschreiben hervor.

3. Hinsichtlich der Integrativen Erlebnisfreizeiten berichtet Herr Kluge von seinem diesjährigen Besuch der Freizeiten und hebt das überragende Engagement von Uta und Thomas Kroop hervor, ohne die die Freizeiten gar nicht mehr denkbar wären. Er spricht die Schwierigkeiten einer regelmäßigen Finanzierung der Freizeiten an und empfiehlt, die angebotenen Gespräche von Seiten des Referatsleiters Herrn Wendte aus dem Referat Behindertenpolitik des MASGF bezüglich einer möglichen Erhöhung der Einnahmeseite durch eine Anhebung der Pflegekosten bis Jahresende zu führen.

Herr Kluge hofft, dass das 20-jährige Jubiläum des ABB am 10. Dezember 2010 gebührend gefeiert wird und stellt Mittel aus seinem Haushalt dafür in Aussicht.

Paul Redel, Leiter der Landesgeschäftsstelle, hält seine Antrittsrede in seinem Amt, das er seit dem 01.01.2008 bekleidet. Er stellt seinen persönlichen Werdegang kurz vor und lobt die hervorragende Einarbeitung durch seinen Vorgänger Sigurd Jacob. Er hebt hervor, dass ihn besonders die Vielseitigkeit und die Personen hinter den Ämtern des ABB faszinieren. Herr Redel hält die Gewinnung von Nachwuchskräften in den Mitgliedsvereinen als stärkste Herausforderung der kommenden Jahre. Er benennt als Beispiel für die derzeitig schwierige Situation den Mitgliedsverein in Erkner, der mit 187 Mitgliedern den größten Verein innerhalb des ABB stellt. Trotz wachsender Mitgliederzahlen und solider Finanzlage gelingt es nicht, geeignete Nachfolger für den derzeitigen Vorstand zu finden.

Gerhard Stuchlick, Frankfurt (O), berichtet von der, aus seiner Sicht, erfolgreichen und kurzweiligen ABB- Veranstaltung „Keine Angst vor dem Sozialgericht“ in Frankfurt (Oder) am 18. April 2008, durchgeführt von Dr. Stephan Faust und Rita Hennrich.

Ferner greift er die Überlegungen von Dr. Faust von der letzten Vorstandssitzung in Guben auf, eine Gesprächsrunde mit den Geschäftsführern der ABB-Mitgliedsverbände mit angeschlossenen Fahrdiensten zu veranstalten. So könnten gemeinsame Lösungen entwickelt werden, um den derzeitigen Problemen wie z. B. der Betriebskostenexplosion u. ä. entgegenzuwirken.

Stuchlick bedauert die Abwesendheit der Ministerin und fordert den Schutz der aktuellen Bauordnung vor Aufweichungen gegenüber den Anliegen von Menschen mit Behinderungen.

Ursula Zeugner, LAB Rathenow, verleiht ihrer Verwunderung darüber Ausdruck, dass auf den Flyern zum Fotowettbewerb die Schüler von Förderschulen nicht angesprochen werden.

Andrea Peisker, stellv. ABB-Vorsitzende, antwortet, dass sich das Arbeitspräsidium intensive Gedanken gemacht habe, wer als Zielgruppe des Wettbewerbes angesprochen werden solle. Es ginge bei dem Projekt darum, gerade diejenigen Schüler für das Thema Behinderung zu sensibilisieren, die bisher wenig oder keine Berührungen mit dieser Thematik hätten. Zudem wurde die Zielgruppe auf Oberschüler und Gymnasiasten begrenzt, um vergleichbare Ergebnisse zu erzielen und die Einführung verschiedener Kategorien zu vermeiden. Deshalb wurden auch bewusst Grundschüler nicht mit diesem Projekt angesprochen.

Bei zukünftigen Projekten sei es aber durchaus denkbar und gewollt, gezielt auch Förderschüler anzusprechen.

Elvira Queiser, Geschäftsführerin des ABiD, überbringt den Dank für die geleisteten Verbandsarbeiten sowie die Grüße des Vorsitzenden, Dr. Detlef Eckert. Sie äußert den Wunsch, im kommenden Jahr ein gemeinsames Projekt mit dem ABB zu veranstalten. Als Beispiele nennt sie das Drachenbootturnier in Sachsen -Anhalt und das Rollstuhltanzturnier in Mecklenburg-Vorpommern. Frau Queiser äußert die Hoffnung, dass an der ABiD- Mitgliederversammlung am 11.10.2008 in Berlin zahlreiche Delegierte des ABB teilnehmen und sich ein Kandidat des ABB für den Vorstand findet.

Klaus Morgenstern, Tagungsleiter, gibt den Hinweis aufgrund des geringen Diskussionsbedarfs auf den TOP 6, Aktivitäten des ABB in der nächsten Legislaturperiode, vorzugreifen.

Andrea Peisker, stellv. ABB-Vorsitzende, unterstreicht diesen Vorschlag und stellt die Frage in den Raum, welcher Verein sich vorstellen könnte, die erweiterten Vorstandssitzungen für 2009 bzw. 2010 auszurichten.

Zudem gibt sie den Hinweis an die Mitlieder weiter, am 11. Oktober am Verbandstag des ABiD und deren Wahlen teilzunehmen, da der ABB als Mitglied wahlberechtigt ist und 12-13 Mitglieder an diesem Tag teilnehmen können (Hinweis auf Liste des ABiD bzw. auf Meldung in der Geschäftsstelle).

Sie weist darauf hin, mit der Mittelaquise für die Kinderfreizeiten (KF) neue Wege beschreiten zu wollen, aber dennoch dabei das Selbstverständnis des ABB zu wahren. Eine Schwerpunktsetzung für die Finanzierung über die Pflegeversicherung hält sie insofern für bedenklich, dass Kinder mit Pflegestufe in die Freizeiten „gedrängelt“ werden könnten und dabei das eigentlich unvergleichbare der KF, der Integrationsgedanke, verloren ginge. Sie fordert, dass hier ein gesundes Verhältnis erhalten bleiben soll.

Der ABB sei etwas Besonderes u. a. weil viele unterschiedliche Projekte in einer hohen Qualität angeboten würden.

Frau Krieg, Eisenhüttenstadt, stellt kurz das eigene Vereinsleben vor, das geprägt ist durch eine monatliche Veranstaltungsplanung. Die Mitglieder des Verbandes sind nicht alle behindert. Sie stellt die Frage an alle anderen Mitgliedsverbände in die Runde, wie dort das Vereinsleben gestaltet sei und regt die Idee an, gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen, da sonst jeder für sich arbeite.

Ursula Zeugner, LAB Rathenow, weist auf die 14-tägige Planung des Verbandes hin und führt aus, dass bei Treffen im Verband u. a. gekocht wird und dass die Mitglieder abgeholt würden.

Dr. Stephan Faust, ABB, regt 3 Punkte an:

  1. Herr Dr. Faust bezieht sich auf den Beitrag von Herrn Stuchlick bezüglich der Fahrdienste. Er führt noch mal auf, dass man untereinander zu wenig voneinander wüsste und der Austausch über Internet/Mail oder Telefon o. ä. dafür oft nicht ausreiche. Hierbei stellt er die Rolle der erweiterten Vorstandssitzungen in den Vordergrund und erachtet diese als sehr wichtig, da man dort viel über die Verbände erfahren würde und sich persönlich auch näher kennen lernt und zusammenrückt.
  2. Seiner Meinung nach „schreie“ der ABB als Verband in der politischen Diskussion im Land recht laut, er leiste als Landesverband die meiste politische Arbeit, aber das Ergebnis würde nicht gehört. Er regt weiter an, bestehende Kontakte zu Politikern zu erweitern. Er weist darauf hin, dass öffentliche Aufmerksamkeit nur erreicht würde, wenn alle Mitgliedsvereine den ABB dabei unterstützen. Der Betonkopf sei das beste Beispiel, da Politiker oft nur kämen, wenn auch die Presse dabei sei.
  3. Nach 18 Jahren Behindertenarbeit wird immer deutlicher, dass die Gesellschaft „einer Lüge aufgesessen“ sei. In Gesprächen oder Talkshows herrsche ein großer Konsens, dass Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft offen aufgenommen würden. Laut Dr. Faust sähe die Realität allerdings anders aus. Das beste Beispiel seien Situationen auf Behindertenparkplätzen, wo häufig die Rechte von Menschen mit Behinderungen mit großer Heftigkeit in Frage gestellt würden.

Andrea Peisker, stellv. ABB-Vorsitzende, unterstreicht die vorhergehende These von Dr. Faust mit einem aktuellen Beispiel. In der Sendung vom 19.09.2008, 19.30 Uhr, im rbb- Fernsehen zum Thema bürgerschaftliches Engagement. Es habe sich eine ehrenamtliche Galeristin über die Auflagen zum barrierefreien Bauen nach DIN Vorschriften empört und auf überflüssige Bürokratie hinsichtlich der Barrierefreiheit hingewiesen. Das dortige Bauamt habe zudem den Vorschlag gemacht, alternativ die Exponate vor das Haus zu tragen, wenn Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die Ausstellung besuchen wollten.

Frau Peisker regt an, zukünftig schnell auf solche Beiträge durch eine entsprechende Pressemitteilung zu reagieren.

Volker Andreß, BV Jüterborg, berichtet von einer Tagung der Aktion Mensch, bei der eine Unterschriftensammlung an Bundestagsabgeordnete übergeben werden sollte, diese nicht erschienen sind und so etwas in seinen Augen keinerlei Glaubwürdigkeit gegenüber der Politik herstelle.

Elvira Queiser, Geschäftsführerin des ABiD erläutert dazu, dass die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Frau Evers-Meyer zum Zeitpunkt Tagung in Peking bei den Paralympics zugegen gewesen wäre und deshalb keine Schnittstelle zwischen Politikern und der Aktion Mensch herstellen konnte. Darüber hinaus herrsche zwischen Aktion Mensch und Politikebene keine Kommunikation.

Gerhard Stuchlick, BV Frankfurt(Oder), gibt die Idee in die Runde, sich bezüglich des rbb- Beitrages an den Rundfunkrat zu wenden.

Mittagspause

Fortführung des TOP 6

Dr. Jürgen Fuchs; Guben, weist daraufhin, dass es schwierig ist neue und auch jüngere Mitglieder für die Verbände zu gewinnen. Zudem unterstreicht er die Idee bezüglich der Fahrdienste von Herrn Dr. Faust. Er teilt mit, dass er der Veranstaltung des ABiD gern beiwohnen würde, aber die fehlende Finanzierung der Fahrkosten ihn darin hindere.

Er betont, dass häufig ehrenamtliche Tätige von Veranstaltungen ausgeschlossen seien, da Ihnen die notwendigen Auslagen nicht erstattet werden würden.

Auch greift Dr. Fuchs die Reportage aus dem rbb nochmals auf, stellt aber fest, dass er diese mit anderen Augen gesehen habe. Im Zuge seiner Ausführungen wirft er die Frage nach der Sozialgerechtigkeit auf und verweist abschließend auf die Notwendigkeit für das Finden von Finanzierungswe­gen für die Vereinsarbeit.

Renate Flemmig, Forst, stellt die deutsch-polnische Verbandsarbeit aus Forst vor und verweist dabei auf 12 Jahre Zusammenarbeit mit den polnischen Partnern. Sie führt fort, wie sich die Finanzierung über die polnische Jugendhilfe organisiere. Weiterhin berichtet sie, dass Verbands- bzw. Lobbyarbeit oft keine Akzeptanz/Wohlgefallen bei Ämtern oder Behörden hervorrufe, es sich aber dennoch lohne für kleine Erfolge zu kämpfen.

Klaus Morgenstern, Tagungsleiter, weist auf die ABB-Seite in der Berliner Behindertenzeitung hin und die Möglichkeit für die Mitgliedsvereine, sich hier vorzustellen.

Sigurd Jacob, stellv. Leiter der Geschäftsstelle, führt daraufhin die Internetseite des ABB an und appelliert an die Verbände, die Möglichkeit der Darstellung auf den Vereinsseiten der ABB-Internetseite zu nutzen. Zusätzlich gibt Herr Jacob den Hinweis, die neu eingeführte Rubrik „Aus den Vereinen“ des Rundschreibens für Berichte über die eigenen Vereinsanliegen zu nutzen.

Andrea Peisker, stellv. ABB-Vorsitzende, erneuert ihre Frage nach möglichen Interessenten für die Veranstaltung der erweiterten Vorstandssitzungen 2009 und 2010 und bittet um zeitige Vorschläge für die kommende Betonkopfverleihung 2009.

Ursula Zeugner, BV Rathenow; bietet an, 2010 in Rathenow die erweiterte Vorstandssitzung durchzuführen, da bis dahin das Projekt „Wohnschule für Geistigbehinderte“ abgeschlossen sei und erste Erfahrungsberichte vorlägen. Weiterhin stärkt sie die Aussage von Dr. Fuchs zur Finanzierung der Fahrdienste und verweist dabei auf die freiwillige Bezuschussung ihres Landkreises zu Fahrten (außer Krankenfahrten) für Betroffene hin.

Klaus Morgenstern, Tagungsleiter, gibt den Hinweis, dass Diskussionsstoff auch schriftlich mitgeteilt werden kann.

TOP 7 – Beschlussfassung

Rechenschaftsbericht: Annahme erfolgte einstimmig
Finanzbericht: Annahme erfolgte einstimmig
Bericht der Kassenprüfer: Annahme erfolgte einstimmig
Entlastung des Vorstandes: Annahme erfolgte einstimmig

Im Anschluss an die Entlastung des Vorstandes dankt Karl-Heinz Lauterbach den Vorstandsmitgliedern für ihre wichtige Arbeit.

Sigurd Jacob würdigt das 14-jährige Wirken von Herrn Lauterbach als Vorsitzender des ABB und hält Rückschau auf die Anfänge der gemeinsamen Arbeit. Er bedankt sich für die außerordentlich angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit bei Herrn Lauterbach.

TOP 8 – Wahl der Wahlkommission, Aufstellen der Kandidatenlisten und Erläuterung der Wahlordnung

In die Wahlkommission wurden auf Vorschlag des Tagungsleiters einstimmig gewählt:

Dr. Stephan Faust, ABB
Manfred Schumann, BV Senftenberg e.V. und
Sigurd Jacob, Einzelmitglied

Die Wahlkommission bestimmt Dr. Stephan Faust als Wahlleiter.

Er verliest zunächst § 6 Abs. 6 und Abs. 7 der Satzung und erläutert die schriftlich vorliegende Wahlordnung. Da die Satzung eine geheime Wahl nicht zwingend vorschreibt, kann die Mitgliederversammlung bei der Wahl des Arbeitspräsidiums offen wählen. Insoweit soll vor jedem Wahlgang geprüft und abgestimmt werden, ob eine offene Wahl erfolgen kann.

Bereits ab Versammlungsbeginn lagen die Kandidatenlisten offen aus, in die jeder Teilnehmer namentliche Vorschläge eintragen konnte:

für den Vorsitzenden

für den Schatzmeister

für die Stellvertreter des Vorsitzenden

für die weiteren Vorstandsmitglieder

für die Kassenprüfer

TOP 9 - 1. bis 5. Wahlgang, Auszählung der Stimmen und Bekanntgabe der Wahler­gebnisse

1. Wahlgang - Wahl des Vorsitzenden

Auf der Kandidatenliste für den Vorsitzenden ist als einzige Kandidatin Andrea Peisker, Eisenhüttenstadt, aufgeführt. Frau Peisker erklärt sich bereit, für den Vorsitz zu kandidieren.

Nachdem sich auf entsprechende Anfrage des Wahlleiters kein weiterer Kandidat meldet, wird die Kandidatenliste geschlossen. Die Wahlkommission schlägt der Mitgliederversammlung vor, die Wahl in offener Abstimmung vorzunehmen. Der Vorschlag wird einstimmig angenommen.
Sodann wurde über den Vorschlag, Andrea Peisker zur Vorsitzenden des ABB zu wählen, abgestimmt.
Sie wird einstimmig gewählt, es gibt keine Stimmenthaltungen. Der Wahlleiter stellt das Wahlergebnis fest und gratuliert der neu gewählten Vorsitzenden zur Wahl.

Karl-Heinz Lauterbach gratuliert seiner Nachfolgerin im Amt. Als Symbol der Amtsübergabe bindet er Frau Peisker seine Krawatte um.

2. Wahlgang - Wahl des Schatzmeisters

Als Kandidatin steht Frau Rita Hennrich auf der ausliegenden Kandidatenliste. Auf Nachfrage des Wahlleiters erklärt Frau Hennrich, dass Sie kandidieren wolle.

Nachdem sich auf entsprechende Anfrage des Wahlleiters kein weiterer Kandidat meldet, wird die Kandidatenliste geschlossen. Die Wahlkommission schlägt der Mitgliederversammlung vor, die Wahl in offener Abstimmung vorzunehmen. Der Vorschlag wird einstimmig angenommen. Frau Hennrich wird einstimmig ohne Stimmenthaltung gewählt. Der Wahlleiter gibt das Wahlergebnis bekannt und gratuliert. Karl-Heinz Lauterbach gratuliert Frau Hennrich zur Wahl.

3. Wahlgang - Wahl der Stellvertreter des Vorsitzenden

Die Kandidatenliste zur Wahl der Stellvertreter enthält 3 namentliche Vorschläge.

Die Kandidaten, Karl-Heinz Lauterbach aus Eberswalde, Karl-Heinz Lehmann aus Oranienburg und Herr Thomas Kroop, Einzelmitglied aus Kleinmachnow, stellen sich zur Wahl und erklärten, im Falle einer Wahl das Amt anzutreten.

Nachdem sich auf Anfrage des Wahlleiters kein weiterer Kandidat zur Verfügung stellt und satzungsgemäß nur 3 Stellvertreter zu wählen sind, wird die Kandidatenliste geschlossen.
Der Wahlleiter bittet die Mitgliederversammlung um Zustimmung zu seinem Vorschlag, über die Kandidaten einzeln in offener Wahl abzustimmen. Die Versammlung stimmt zu.

Sodann erfolgte die Wahl, die zu folgendem Wahlergebnis führte:

Karl-Heinz-Lauterbach: einstimmig gewählt

Karl-Heinz Lehmann: einstimmig gewählt

Thomas Kroop: einstimmig gewählt

Nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse gratuliert der Wahlleiter den Gewählten zur Wahl als Stellvertreter des Vorsitzenden.

Andrea Peisker gratuliert ihren Stellvertretern zur Wahl.

4. Wahlgang - Wahl der weiteren Vorstandsmitglieder

Auf der Kandidatenliste der weiteren Vorstandsmitglieder waren 11 namentliche Vorschläge vermerkt:

  • Frau Marianne Sawall, Potsdam
  • Frau Ursula Zeugner, Rathenow
  • Frau Barbara Lehmann, Eisenhüttenstadt
  • Herr Gerhard Stuchlick, Frankfurt/Oder
  • Herr Volker Andreß, Jüterbog
  • Frau Renate Flemmig, Forst
  • Frau Viola Berger, DRK LV Brandenburg
  • Herr Dieter Polchow, VBF Teltow
  • Frau Gabriele Schirmer, Königs Wusterhausen
  • Herr Frank Hentschel, Jüterbog
  • Frau Brigitte Scholz, Erkner

Sodann werden die auf der Kandidatenliste genannten Personen befragt, ob sie im Falle einer Wahl zur Verfügung stünden.

Für Frau Marianne Sawall, Frau Brigitte Scholz und die Vertreterin des DRK-LV, Frau Viola Berger, gab Herr Redel eine Erklärung ab, dass die Bereitschaft zur Wahl im Vorfeld erklärt wurde.

Auf Vorschlag des Wahlleiters beschließt die Mitgliederversammlung anschließend einstimmig, dass die Zahl der weiteren Mitglieder des Vorstandes des ABB in der kommenden Legislaturperiode elf betragen solle.

Sodann wird über die einzelnen Kandidaten mit den folgenden Ergebnissen abgestimmt:

Frau Marianne Sawall, Potsdam einstimmig, ohne Enthaltungen
Frau Ursula Zeugner, Rathenow einstimmig, ohne Enthaltungen
Frau Barbara Lehmann, Eisenhüttenstadt einstimmig, ohne Enthaltungen
Herr Gerhard Stuchlick, Frankfurt/Oder einstimmig, ohne Enthaltungen
Herr Volker Andreß, Jüterbog einstimmig, ohne Enthaltungen
Frau Renate Flemmig, Forst einstimmig, ohne Enthaltungen
Frau Viola Berger, DRK LV Brandenburg einstimmig, ohne Enthaltungen
Herr Dieter Polchow, VBF Teltow einstimmig, ohne Enthaltungen
Frau Gabriele Schirmer, Königs Wusterhausen einstimmig, ohne Enthaltungen
Herr Frank Hentschel, Jüterbog einstimmig, ohne Enthaltungen
Frau Brigitte Scholz, Erkner einstimmig, ohne Enthaltungen

Der Wahlleiter stellt fest, dass damit alle Kandidaten die erforderliche Stimmenzahl erhalten haben und gratuliert ihnen zur Wahl.

5. Wahlgang - Wahl der Kassenprüfer

Die Kandidatenliste der Kassenprüfer enthält zwei namentliche Vorschläge:
Herr Klaus Morgenstern und Herr Horst Schulze.

Herr Klaus Morgenstern erklärte sich bereit, für das Amt des Kassenprüfers zu kandidieren.

Herr Polchow legt der Wahlleitung ein Schreiben von Herrn Schulze vor, in dem Herr Schulze im Falle seiner Wahl erklärt, für dieses Amt im ABB zur Verfügung zu stehen.

Die Kandidatenliste wurde geschlossen und über beide Kandidaten einzeln in offener Abstimmung mit folgendem Ergebnis abgestimmt:

Herr Klaus Morgenstern, Eberswalde einstimmig, ohne Enthaltungen
Herr Horst Schulze, Stahnsdorf einstimmig, ohne Enthaltungen

Nachdem der Wahlleiter das Ergebnis der Wahl bekannt gibt, gratuliert er den Gewählten zur Wahl als Kassenprüfer.

Der Wahlleiter fragt, ob es Einwände gegen die Wahl der Ämter des ABB gebe. Dies ist nicht der Fall. Nach kurzer Verständigung innerhalb der Wahlkommission erklärt der Wahlleiter die Wahl für abgeschlossen und übergibt das Wort an die neu gewählte Vorsitzende.

TOP 10 – Schlussbemerkungen der gewählten ABB-Vorsitzenden

Andrea Peisker bedankt sich für das großartige Wahlergebnis zur neuen Vorsitzenden. Sie kündigt an, dass sie die große Ruhe, die Karl-Heinz Lauterbach in seinem Amt stets ausgestrahlt hat, so nicht durchhalten wird. Sie freut sich über die Beständigkeit im Arbeitspräsidium, da alle AP-Mitglieder wieder gewählt wurden, freut sich aber gleichzeitig über neue Gesichter im Vorstand, die frischen Wind versprechen.

Sie gratuliert den Vorstandsmitgliedern zu ihrer Wahl und freut sich auf die erste Vorstandssitzung der neuen Legislaturperiode am 29.11.2008 in Potsdam.

Als nächsten Schritt wird sich das Arbeitspräsidium vom 14. – 16.11.2008 in Klausur zurückziehen, um die Strategie der kommenden zwei Jahre festzulegen. An dieser Strategie werden sich dann die Bemühungen hinsichtlich der Finanzierung, der politischen Lobbyarbeit und der weiteren Projektarbeit ausrichten.

Frau Peisker ermutigt die Zuhörer, sich zukünftig weiterhin mit (ruhig auch verrückten) Ideen einzubringen, um die Innovationsfähigkeit des ABB zu erhalten.

Potsdam, 23.09.2008

Versammlungsleiter: Klaus Morgenstern

Protokollant: Paul Redel



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