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Verbandsarbeiten 2010

Neben breiten Aktivitäten zur Begleitung des Prozesses der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention stand das Jahr 2010 auch für den Allgemeinen Behindertenverband Land Brandenburg e.V. und vieler seiner Mitgliedsvereine im Zeichen des 20. Jubiläums. Unser Verband mit derzeit über 1.000 Mitgliedern in 19 Vereinen feierte am 15. Dezember im Beisein des Ministers für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie, Günter Baaske, und weiteren langjährigen Förderer und Unterstützer seinen 20. Gründungstag. Mit dem Projek "Ausstellung zur Geschichte der Selbsthilfeaktivitäten des ABB e.V." gelang es uns, auf 21 Tafeln die Arbeit des ABB e.V. in jedem Jahr seit seiner Gründung zu dokumentieren.

 

Zum Aktionstag am 3. Mai organisierte der ABB e.V. eine Podiumsdiskussion , in deren Rahmen sich Menschen mit Behinderungen mit vertretern aus Ministerien und dem Landtag über nicht barrierefreie Arztpraxen, einen nicht für alle Menschen nutzbaren öffentlichen Nahverkehr und weitere Probleme austauschten. Unter deutlicher Benennung  der Forderungen nach einer tatsächliche inklusiven Gesellschaft wurde unsere Debatte so nachhaltig geführt, dass im Brandenburgischen Landtag am 9. September ein Antrag verabschiedet wurde, der die Landesregierung auffordert zu prüfen, inwieweit sich die Zugangmöglichkeiten zu Arztpraxen im Land schnell  verbessern lassen.

 

Unseren Negativpreis "Betonkopf Brandenburg" verleihen wir seit 2004 an Behörden, Unternehmen und andere Institutionen, die sich gegenüber Menschen mit Behinderung als diskriminierend und intolerant erwiesen haben. zeichneten 2010 die Stadt Lübben für die mangelnde Berücksichtigung der Barrierefreiheit am Schlossturm Lübben mit dem betonkopf aus. Die Verantwortlichen der Stadt versäumten, im Zuge von umfangreichen Sanierungsarbeiten ein Konzept zur barrierefreien Erschließung des als Kultur- und Veranstaltungssaal genutzten Turmes zu erarbeiten.

Im Juni luden wir die ABB e.V.-Mitgliedvereine zum Selbsthilfetag nach Eberswalde mit anschließendem Tagesprogramm ein. Das Zsammentreffen der ehrenamtlich Aktiven aus allen Teilen Brandenburgs gab wertvolle Anregungen zum Vereinsleben und stärkte die Selbsthilfekräfte der Teilnehmer.

 

Am 25. September fand in Potsdam unsere 11. Mitgliederversammlung statt. Das Arbeitspräsidium wurde in seiner bisherigen Zusammensetzung im Amt bestätigt. An die Versammlung schloss sich eine Nachbereitung des Diskussionsforums vom 3. Mai in Form einer Podiumsdiskussion an, zu der wir wiederum Vertreter der Ministerien und des landtages begrüßen konnten. Mit dem Disskussionteil unterstrichen wir den Anspruch auf politische Interessenvertretung gegenüber der Brandenburgischen Landespolitik im derzeitigen Prozess der Entwicklung von leitlinien und eines Maßnahmepaketes.

 

Projektarbeiten

Die Sozialberatung für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige nahm auch im Jahr 2010 bei unseren Hilfeangeboten einen wichtigen Platz ein. Vielen Betroffenen konnte bei schwierigen sozialrechtlichen Problemen geholfen werden. Schwerpunkte waren Fragen zum Kündigungsschutz, zur Rentenversicherung, Gesundheitsfürsorge, Pflegeversicherung und zu leistungsrechtlichen Ansprüchen gegenüber Rehabilitationsträgern.

Mit der Schulung "Keine Angst vor dem Sozialgericht! – Als behinderter Mensch selbst seine Rechte wahrnehmen“ endete im August in Forst erfolgreich unsere bereits 2007 begonnene Bildungsreihe.

Der Beratungsdienst "Barrierefreiheit & Mobilität" bot praktische Hilfen bei der Gestaltung eines barrierefreien Lebensumfeldes von Menschen mit Behinderungen. Das Team des Beratungsdienstes bearbeitete Anfragen zu Wohnungsanpassungen, behindertengerechten Kfz-Anpassungen, zu öffentlichen Bauvorhaben usw. Darüber hinaus wurden im Jahr 2010 sechs Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Pflegefachkräfte angeboten sowie die Moderation von Workshops bei Veranstaltungen des Landesbehindertenbeirates und des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie übernommen. Bei unserem Bildungswochenende im November in Eberswalde konnten wir zum Thema „Selbstbestimmt Mobil“ rund 30 Teilnehmer ansprechen.

Eine intensive Mitwirkung durch den ABB e.V. erfolgte in der AG „BBI Schönefeld – Barrierefreies Bauen“, die den Bau des neuen Großflughafens Berlin-Brandenburg (BBI) begleitet. Durch die Teilnahme an regelmäßigen Treffen und das Verfassen von Stellungnahmen zu einzelnen Baumaßnahmen konnten wir Einfluss auf die barrierefreie Gestaltung rund um den BBI nehmen.

Außerdem war der ABB e.V. regelmäßig im Ausschuss „Barrierefreies Bauen“ der Brandenburgischen Architektenkammer vertreten und auch zur DIN 18040 haben wir im Entwurfsverfahren eine ausführliche Stellungnahme erarbeitet.

Unser jährliches Integrationsprojekt "Erlebnisfreizeiten für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen" fand zum 20. Male statt.

Das ehrenamtliche Team mit über 100 Helfern, unter ihnen Pädagogen, Ärzte und medizinisch-pflegerisches Fachpersonal, betreute während der zwei Durchgänge der Freizeiten 229 Kinder und Jugendliche aus den Regionen des Landes und anderen Bundesländern. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmer waren Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, darunter 65 mit anerkannter Pflegestufe.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Mit unseren Rundschreiben, Sozialinformationen und Infoblättern, der eigenen ABB e.V.-Internetseite, den Publikationen und Info-Flyern zu unseren Beratungsangeboten und Integrationsprojekten machten wir unser Leistungsspektrum über die Verbandsstrukturen hinaus bekannt.

Es gelang uns, mit unseren Aktivitäten und Aktionen in den unterschiedlichen Medien auf regionaler und überregionaler Ebene präsent zu sein.

Am 3. Mai zeigte das rbb-Fernsehen einen Beitrag zu unserem Aktionstag mit anschließender Betonkopfverleihung. Ebenfalls von rbb begleitet wurde der Ausflugstag der Integrativen Erlebnisfreizeiten am 29. Juli in den Filmpark Babelsberg.

Am Vortag des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen am 2. Dezember sendete das ZDF-Morgenmagazin einen Beitrag über unseren Beratungsdienst „Barrierefreiheit & Mobilität“.

Zudem wurde über unsere Arbeit in diversen Radiobeiträgen und in zahlreichen Zeitungsartikeln verschiedener Tageszeitungen im Land Brandenburg berichtet.

Vom 8. bis 10. April war der ABB e.V. mit einem Stand auf der Reha-Messe „Miteinander leben“ vertreten. Mit der Aufstellung eines originalen Supermarktdrehkreuzes und eines nachempfundenen Rückgabeautomaten für Pfandflaschen wiesen wir auf alltägliche Behinderungen hin. Der ABB e.V. setzte damit seine ununterbrochene Messeteilnahme an der zweitgrößten Reha-Fachmesse Deutschlands fort, die seit 1992 im Zwei-Jahres-Rhythmus in Berlin stattfindet.

 

Auszeichnungen

Die Arbeit des ABB e.V. als Landesverband basiert bis auf  zwei hauptamtliche MitarbeiterInnenin der Geschäftsstelle ausschließlich auf ehrenamtlichem Engagement. Deshalb ist es kein Zufall, dass in diesem Jahr drei verdiente und langjährige Mitstreiter des ABB e.V. mit hohen Auszeichnungen für ihre Arbeit in unserem Verband gewürdigt wurden:

Frau Marianne Sawall aus Glindow bei Potsdam bekam am 22. März für ihr langjähriges und uneigennütziges Engagement des Bundesverdienstkreuz am Bandes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Marianne Sawall ist durch ihre eigene Biografie für die Belange von Menschen mit Behinderungen sensibilisiert und dem Verband als aktive Mitstreiterin verbunden. Sie ist Mitgleid im Vorstand und gleichzeitig Schatzmeisterin des Potsdamer Mitgliedsverbandes.

Uta und Thomas Kroop wurde am 27. Mai in Kleinmachnow als Auszeichnung für ihr 20jähriges Engagement für die Integrativen Erlebnisfreizeiten des ABB e.V. die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Uta Kroop ist seit 1991 Projektleiterin der Integrativen Erlebnisfreizeiten. Thomas Kroop fungiert als ihr Stellvertreter und ist gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des ABB e.V.

 

Finanzen

Dank der Selbsthilfeförderung durch die Krankenkassen, den Projektförderungen der Aktion Mensch e.V. und des Sozialministeriums konnten wir die wesentlichen Leistungsangebote erhalten und weiterführen. Außerdem konnten projektbezogene Spenden von Stiftungen und privaten Sponsoren akquiriert werden.

Ergänzt werden diese Mittel durch Bußgeldzuwenungen und die Beiträge der Mitglieder.

Zur Sicherung der kontinuierlichen Arbeit des ABB e.V. und zur Fortsetzung unserer Projekte ist eine beständige Finanzierung durch Spenden, Projektförderungen sowie die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen und der Aktion Mensch weiterhin unabdingbar.



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