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Das Brandenburgische Landesrecht und die Erklärung von Barcelona

Dr. Stephan Faust, Allgemeiner Behindertenverband Land Brandenburg e.V. ( ABB ),
Redebeitrag zur 1. Behindertenpolitischen Konferenz des Landesbehindertenbeirates Brandenburg

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

die behindertenpolitische Diskussion im Land Brandenburg nähert sich der kommunalpolitischen Ebene. In den letzten Jahren ist dieses Ebene weitestgehend ausgespart geblieben, wenn es darum ging, die rechtliche Position behinderter Menschen im Land Brandenburg zu verbessern. Dafür gab es zwei wesentliche Gründe:

Einerseits war dies die Furcht der Landesregierung, den Kommunen - insbesondere den Landkreisen und kreisfreien Städten - rechtlich bindend Verpflichtungen zur Verbesserung der Lebenssituation behinderter Menschen aufzuerlegen. Das Behindertengleichstellungsgesetz des Landes hat aus eben diesem Grunde die Kommunen von jeglichen Verpflichtungen ausgenommen.

Begründet wird diese Haltung mit dem so genannten Konnexitätsprinzip der Brandenburgischen Verfassung. Danach ist die Landesregierung bei der Übertragung von Aufgaben an die Kommunen verpflichtet, auch die zu Aufgabenerfüllung erforderlichen Finanzen zur Verfügung zu stellen. Die Kommunen haben diese Verpflichtung selbstbewusst und - teilweise vor dem Landesverfassungsgericht - erfolgreich geltend gemacht.

Seither sprechen böse Zungen von einer "Landräterepublik Brandenburg", da viele Gesetzesvorhaben gegen den Widerstand der Kommunen praktisch nicht durchsetzbar sind.

Andererseits haben die Interessenvertretungen der Kommunen, der Städte- und Gemeindebund des Landes Brandenburg und der Landkreistag, eine regelrechte Blockadehaltung eingenommen, wenn es galt, rechtlich verbindliche Regelungen zur Verbesserung der Lebenssituation behinderter Menschen auf kommunaler Ebene festzuschreiben. Begründet wurde dies in erster Linie mit der Aussage, es gäbe in diesem Bereich keinerlei Handlungsbedarf. Tatsächlich ging es wohl eher darum, sich keinerlei rechtliche Bindungen - auch keine, die nicht mit finanziellen Aufwendungen verbunden sind - auferlegen zu lassen.

Interessant erscheint in diesem Zusammenhang, dass die von den kommunalen Interessenvertretungen auf Landesebene vertretenen Positionen in Teilbereichen nicht unbedingt mit den Haltungen der einzelnen Landkreise und kreisfreien Städte übereinstimmen. Die hier anwesenden Behindertenbeauftragten werden im Einzelfall am besten einschätzen können, ob sich ihre Kommune tatsächlich mit einer solchen Vehemenz gegen die Ausdehnung des Behindertengleichstellungsgesetzes auf die kommunale Ebene gewandt hätten, wie dies deren Interessenvertretung auf Landesebene getan hat.

Diese Positionen von Landesregierung und kommunalen Verbänden wird sich in absehbarer Zeit nicht verändern lassen. Der behindertenpolitische Spielraum auf der Ebene des Landesrechts ist damit mittelfristig begrenzt.

Es ist deshalb eine logische Konsequenz, die Durchsetzung von behindertenpolitischen Forderungen auf die kommunale Ebene zu verlagern. Hier gibt es gute Voraussetzungen, um im Kleinen jene Fortschritte zu erzielen, die im Landesmaßstab derzeit nicht realisierbar sind.

Zu diesen Gegebenheiten gehört:

  • die Existenz und sachkundige Arbeit der Behindertenbeauftragten auf kommunaler Ebene,
  • die örtlich teilweise sehr gut ausgebauten Verbandsstrukturen der Behindertenarbeit, der Vereine und Selbsthilfegruppen,
  • die häufig vorhandene Bereitschaft kommunaler Verwaltungen, pragmatisch zu handeln und die größten Hindernisse für eine gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in ihrem Bereich zu beseitigen.

In diesem Zusammenhang zeigt sich der Wert der so genannten Erklärung von Barcelona.

Diese Erklärung wurde anlässlich des Europäischen Kongresses "Die Stadt und die Behinderten" vom 23.03. bis zum 24.03.1995 in Barcelona verabschiedet. Erstunterzeichner waren die Städte Birmingham, Bologna, Leeds, Lisabon und Barcelona.

In den folgenden Jahren sind viele europäische Städte dieser Selbstverpflichtung beigetreten. Offiziell sind es allerdings nur 11 deutsche Städte, die diesen Schritt getan haben . Das sind Bergisch-Gladbach, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Gladbeck, Hoyerswerda, Jena, Monheim am Rhein, Münster und Osnabrück.

Zum Vergleich: In Spanien sind es 170 Städte und im nicht eben großen Luxemburg 73 Gemeinden, die dieser Erklärung beigetreten sind.

Falls eine Kommune diesen Schritt vollziehen möchte, ist zunächst ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung oder des vergleichbaren Gremiums über den Beitritt zur Erklärung von Barcelona notwendig. Das Protokoll über diesen Beschluss muss dann mit einer entsprechenden Anzeige an die Verwaltung der Stadt Barcelona gesandt werden .

Die Erklärung von Barcelona bietet sich als Handlungsgrundlage für die kommunale Behindertenpolitik aus zwei Gründen ganz besonders an:

  • Einerseits kann die Legitimität der dort festgeschriebenen Zielvorgaben und Forderungen durch die Gesprächspartner aus Verwaltung und Lokalpolitik nicht mehr in Frage gestellt werden. Es muss also nicht mehr im einzelnen begründet werden, warum behinderte Menschen beispielsweise einen gleichberechtigten Zugang zu Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten fordern.
  • Andererseits wird ein verbindlicher Maßstab in die Diskussion gebracht, der eine Vergleichbarkeit mit anderen Kommunen an Hand des Inhalts der Erklärung von Barcelona gestattet. Im Hintergrund von Gesprächen und Verhandlungen wird immer das ausgesprochene oder unausgesprochene Argument stehen, dass vor Ort doch möglich sein muss, was so viele europäische Städte zum Leitfaden ihrer behindertenpolitischen Aktivitäten gemacht haben.

Leider ist die deutsche Übersetzung der Erklärung von Barcelona nicht eben gut gelungen. Viele Aussagen werden erst dann deutlich, wenn man den schwer verständlichen deutschen Text parallel zu englischen Fassung liest.

Um dies zu ermöglichen, nachfolgend die deutsche und die englische Fassung:

ERKLÄRUNG - Deutsche Fassung

Anlässlich des Europäischen Kongresses «Die Stadt und die Behinderten» am 23. und 24. März 1995 in Barcelona, Spanien, haben sich die unterzeichnenden Städte darauf verständigt,

  • dass die Würde und der Wert einer Person ureigene Privilegien sind, die allen Menschen innewohnen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Rasse, ihrem Alter und ihrer Begabung;
  • dass Schwächen und Behinderungen in Anlehnung an das Welt-Aktionsprogramm der Vereinigten Nationen für Menschen mit Behinderungen die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit berühren und nicht ausschließlich Einzelpersonen und ihre Familien; dass das Wort «Behinderung» ein dynamischer Begriff ist, das Ergebnis der Interaktion zwischen individueller Begabung und umweltbedingten Einflüssen, die wiederum diese Begabung prägen. Folglich sind das Gemeinwesen und das Sozialwesen dafür verantwortlich, dass sich die Entwicklung der Bürgerinnen und Bürger zu den bestmöglichen Konditionen vollzieht, was wiederum bedeutet, dass alle Ursachen vermieden bzw. beseitigt werden, die dieser Entwicklung im Wege stehen oder sie verhindern;
  • dass die Stadt als weit verbreitete Gesellschaftsform in allen Kulturkreisen auf unserem Planeten eine Verpflichtung hat, die nötigen Mittel und Ressourcen für Chancengleichheit, Wohlstand und Mitbestimmung aller ihrer Bürgerinnen und Bürger bereitzustellen;
  • dass die Grenzen zwischen Normalität und Behinderung so gut wie nicht begrifflich festgelegt sind, und deshalb die Unterschiede zwischen den Bürgerinnen und Bürgern als Teil der Vielfalt verstanden werden müssen, die die Gesellschaft ausmacht, und entsprechen die Strukturen und Dienstleistungen so zu begreifen sind, dass sie von der ganzen Bevölkerung genützt werden können, was in den meisten Fällen die Existenz einer spezifischen Terminologie für Behinderte überflüssig macht.

Aus all den vorgenannten Gründen beschließen die unterzeichnenden Städte die Vereinbarungen, die von nun Erklärung «Die Stadt und die Behinderten» heißen sollen, und verpflichten sich,

  • die Erklärung «Die Stadt und die Behinderten» auf nationaler und internationaler Ebene publik zu machen mit dem Ziel, dass ihre Grundsätze und Postulate größtmögliche Zustimmung erfahren;
  • Prozesse der Zusammenarbeit auf der Basis vollständiger Anwendung der in der Erklärung «Die Stadt und die Behinderten» enthaltenen Vereinbarungen in Gang zu setzen und dabei die notwendige Unterstützung der übergeordneten Gebietskörperschaften einzufordern;
  • In den Städten und Gemeinden Kommunikationsnetze aufzubauen, die die Bemühungen vorantreiben bzw. verstärken, die Gleichbehandlung ihrer behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürger zu fördern und die sich für die Vereinheitlichung des Sprachgebrauchs im Hinblick auf die Verwendung bestimmter Zeichen und Symbole einsetzen und allgemein die Sensibilität der Kommunalpolitik für die Belange der behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürger erhöhen.

Folglich erklären sie:

PRÄAMBEL

  • dass die Behinderten natürliche Mitglieder der Gemeinschaften sind, in denen sie leben, und dass ihre besondere Situation in den unterschiedlichen internationalen Abkommen berücksichtigt wird, besonders in der Allgemeinen Erklärung der Menschen-rechte der Vereinten Nationen, dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, im Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, in der Konvention über die Rechte des Kindes, der Erklärung über die Rechte von Behinderten und der Erklärung über die Rechte von geistig Behinderten.
  • Dass die Menschen mit Behinderungen ein Anrecht auf technische und soziale Beihilfen haben, durch die die Folgen ihrer Behinderung weitgehend eingedämmt werden können, und ein Anrecht darauf haben, dass die Politik und die Politiker sich für die Gleichbehandlung Behinderter einsetzen, die als Recht in der Resolution 48/96 vom 4. März 1994 der Generalversammlung der Vereinten Nationen über «Einheitliche Normen zur Gleichbehandlung Behinderter» festgeschrieben ist.
  • Dass die Behinderten ein Recht auf Gleichbehandlung als Bürgerinnen und Bürger haben in einer pluralistischen Gesellschaft, die die Verschiedenheit und Unterschiedlichkeit der Individuen, aus denen sie sich zusammensetzt, respektiert, ein Recht darauf, an der sozialen Dynamik der Gemeinschaft ohne Einschränkung teilzuhaben, sowie darauf, sich an dem Wohlstand zu erfreuen, den die Entwicklung dieser Gemeinschaft hervorgebracht hat.

VEREINBARUNGEN

  1. Die Kommunen setzen sich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger mehr Verständnis für Menschen mit Behinderungen, ihre Rechte, Bedürfnisse sowie ihre Möglichkeiten der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft entwickeln.
  2. Die Kommunen sichern im Rahmen ihrer Befugnisse das Recht auf die besondere Situation von Menschen mit Behinderungen und damit das Recht dieser Personen auf individuelle Zuwendung entsprechend ihren Bedürfnissen.
  3. Die Kommunen lancieren und unterstützen Informationskampagnen, die ein wahrheitsgetreues Bild von Menschen mit Behinderungen propagieren, frei von Klischees und Vorurteilen, und allgemein ihre Integration und zur Normalisierung ihrer physischen und persönlichen Lebensumstände beitragen und sie so befähigen, sich bestmöglich damit zu arrangieren.
  4. Die Kommunen etablieren im Rahmen ihrer Befugnisse Maßnahmenkataloge, die behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern auf effiziente Weise für sie relevante Informationen vermitteln und sie über ihre Rechte und Pflichten sowie über bewährte Einrichtungen aufklären, die ihre Gleichbehandlung unterstützen, indem sie von der notwendigen Koordination zwischen den verschiedenen Bereich der öffentlichen Verwaltung Gebrauch machen und so die Wirkung der jeweiligen Maßnahmen verstärken.
  5. Die Kommunen ermöglichen Personen mit Behinderungen Zugang zu allen, allgemein ausgedrückt, Informationen über die städtische Gemeinschaft und das Gemeinwesen.
  6. Die Kommunen ermöglichen im Rahmen ihrer Befugnisse den Zugang von Behinderten zu Kultur-, Sport- und Freizeitangeboten und allgemein zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde.
  7. Die Kommunen ermöglichen Personen mit Behinderungen den Zugang zu allgemeinen und ggf. zu besonderen Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Rehabilitation, Aus- und Weiterbildung, Arbeit und soziale Dienste, insofern diese in den Rahmen ihrer Befugnisse fallen. Sie setzen sich dafür ein, dass dieser Grundsatz auch dann beherzigt wird, wenn andere, öffentliche oder private Einrichtungen derartige Dienste anbieten.
  8. Die Kommunen richten Hilfsdienste für die alltäglichen Bedürfnisse von Behinderten ein, um ihnen zu ermöglichen, in ihrem eigenen Heim und in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben und auf diese Weise eine permanente Unterbringung in Behinderten-Einrichtungen zu umgehen. Die Bereitstellung dieser Dienste basiert auf den persönlichen Entscheidungen und dem Recht auf Wahrung der Intimsphäre der- und desjenigen, die bzw. der sie in Anspruch nimmt.
  9. Die Kommunen schaffen Maßnahmen für behinderungsgerechtes Wohnen in Anlehnung an die persönliche und wirtschaftliche Situation der/des Betroffenen.
  10. Die Kommunen ergreifen im Rahmen ihrer Befugnisse Maßnahmen zur Umgestaltung von öffentlichen Plätzen und Gebäuden und Dienstleistungen aller Art sowie zum Abbau von Sprachbarrieren dahingehend, dass sie von behinderten Personen in vollem Umfang geltend gemacht werden können.
  11. Die Kommunen ergreifen die erforderlichen Maßnahmen dafür, dass sich Personen mit Behinderungen ohne Einschränkung ihrer Mobilität in der Stadt bewegen können. Das besondere Augenmerk gilt dabei der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier sollen Personen, die aufgrund von Behinderungen von der Nutzung ausgeschlossen sind, alternative Leistungen und spezielle Vergünstigungen erhalten, die ihre Mobilität vor dem gleichen Hintergrund gewährleisten, wie sie dem Rest der Bevölkerung zugute kommt.
  12. Die Kommunen stellen Mittel für die Realisierung von Forschungsprojekten bereit, die neue Impulse für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen geben und die Entwicklung von Vorsorgeprogrammen sowie diagnostischen Verfahren zu Erkennung und Früherkennung vorantreiben.
  13. Die Kommunen ermöglichen und fördern im Rahmen ihrer Befugnisse die Partizipation von behinderten Bürgerinnen und Bürgern und ihrer repräsentativen Organe an Entscheidungsprozessen bei Themenstellungen, von denen sie im allgemeinen oder im besonderen selbst betroffen sind.
  14. Die Kommunen erzielen Einigung über Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Behindertenverbänden und -organisationen vor Ort mit dem Ziel, die Aktivitäten auf- und miteinander abzustimmen und eine gemeinsame Strategie für eine globale und nachhaltige Aktion zu entwickeln.
  15. Die Kommunen sorgen für ständige Fortbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um ein bestmögliches Verständnis und Hilfestellung für Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten.
  16. Die Kommunen erarbeiten im Rahmen ihrer Befugnisse und in Zusammenarbeit mit den Behindertenvertretungen vor Ort Aktionspläne, die mit dieser Deklaration übereinstimmen und entsprechende Fristen bezüglich der Durchführung und Bewertung beinhalten müssen.
  17. Die Kommunen setzen Maßnahmen um, die der Vereinheitlichung und Verallgemeinerung von Reglements und Vorschriften sowie der Verbreitung von Zeichen und Symbolen und anderen Informationsträgern für jeden Behinderungstyp dienen, um so die Integration von Menschen mit Behinderungen zu erleichtern und ihnen die gleichen Chancen einzuräumen, wie sie Nicht-Behinderte haben. Um bezüglich dieser Vereinbarungen voranzukommen, setzen sich die unterzeichnenden Kommunen über ihre internationalen Vertretungsorgane für die Ratifizierung der Vorschriften durch die zuständige europäischen Interessenorganisationen ein, die das Minimum an Vorschriften, Programmen und Budgets festlegen, zu deren Umsetzung die Kommunen verpflichtet sind, was allein eine Verwirklichung der in dieser Erklärung getroffenen Vereinbarungen innerhalb eines angemessenen Zeitraums möglich macht.

Barcelona, 24. März 1995

DECLARATION - Englische Fassung

On the occasion of the EuropeanCongress "The City and the Disabled", held in Barcelona, Spain, on 23 and24 March 1995, the undersigning cities assume:

1) That the Dignity and Worthof a person are conditions inherent to all human beings, regardless ofsex, creed, age and capabilities.

2) That Deficiency and Disability,according to the concepts set forth in the United Nations' World ActionProgramme for the Disabled, are matters that affect society as a whole,not only individual persons and their family members.

3) That Disability is a dynamicconcept, resulting from the interaction between individual skills and theconditions of the surroundings in which such skills are manifested. Itis, thus, the responsibility of the community and of its social organisationto promote more favourable conditions for the full development of persons,avoiding or removing all causes that hinder or prevent such development.

4) That the City, as a commonform of social organisation used in all the diverse cultures throughoutour planet, must equip itself with the necessary means and resources topromote equal opportunities and the well-being and participation of allits inhabitants.

5) That the limits between"normality" and disability are ill-defined, and therefore it is necessaryto consider the differences between citizens as a part of the diversityof which society is made up, designing services and structures so thatthey can be used by everyone, and making unnecessary, in most cases, theexistence of specific elements for disabled persons

Therefore, the undersigningcities adopt the agreements that hereinafter shall be known as the Declarationof "Cities and the Disabled" and they hereby agree to:

a) Promote the Declarationof "Cities and the Disabled" in various national and international forums,fostering the maximum adherence possible to its principles and premises.

b) Initiate processes ofcollaboration allowing for full application of the agreements reflectedin the Declaration of "Cities and the Disabled", garnering the necessarycooperation from higher territorial entities.

c) Establish communicationchannels between the various cities to stimulate and support advances inthe promotion of equal opportunities for their disabled citizens, to promoteconsistency in information, especially with regard to signs and symbols,and, in general, to promote the harmonisation of municipal policies aimedat these citizens.

And therefore, they declare:

PREAMBLE

That disabled persons arefully entitled members of the communities in which they reside, and theircondition is acknowledged in various international conventions, especiallyin the Universal Declaration of Human Rights, the International Pact forEconomic, Social and Cultural Rights, the International Pact for Civiland Political Rights, the Convention on Children's Rights, the Declarationof Rights for the Disabled, and the Declaration of Rights for MentallyRetarded Persons.

That disabled persons areentitled to receive attention for their individual and social needs inthe context of the provisions for the general population, as well as topromote their development as persons, allowing them to interrelate withthe rest of the population, respecting their individual circumstances.

That disabled persons areentitled to technical and social aid which may minimise the consequencesof their disabilities, and to be the beneficiaries of policies ensuringequal opportunities, a right upheld by Resolution 48196, dated 4 March1994, of the General Assembly of the United Nations regarding "UnifiedRules on Equal Opportunities for Disabled Persons".

That disabled persons areentitled to equal opportunities as citizens recognised in a society whichis plural and respectful of the difference and diversity of the individualswho make them up. They are also entitled to participate in the social affairsof their community without restriction and to the enjoyment of the welfarethat the development of this community may generate.

ACCORDS

I ) The Municipal Governmentswill promote better awareness of disabled persons, their rights, theirneeds, their potentials and their contributions among the general public.

II ) The Municipal Governmentswill, within their area of competence, ensure the disabled persons' rightto be different, and their right to receive personalised attention dependingon their needs.

III ) The Municipal Governmentswill promote and support the diffusion of informative campaigns that promotea real image of disabled persons, free from bias and prejudice, and, ingeneral, stimulate the integration of disabled persons and the normalisationof their relations with their physical and social surroundings which mayallow them to optimise their relationship with them.

IV) The Municipal Governmentswill, within their area of competence, establish systems to provide efficientinformation to disabled citizens regarding matters which affect them and,especially, promote awareness of their rights and obligations. as wellas the provisions established to promote their equalitarian development,promoting the necessary coordination between the different public administrationsin order to provide improved coordination of their respective actions.

V) The Municipal Governmentswill ensure the access of disabled persons to information generated bythe Community.

VI) The Municipal Governmentswill, within their area of competence, promote and ensure the access ofdisabled persons to cultural, sporting, and recreational activities and,in general, to the participatory coexistence with the community.

VII) The Municipal Governmentswill ensure the access of disabled persons to general and, if necessary,special services, in the fields of health care, rehabilitation, education,work and social services when these fall within their area of competence.They will also encourage observance of this principle when such servicesare offered by other public or private organisations.

VIII) The Municipal Governmentswill establish support services tending to the daily needs of disabledpersons in order to make it possible for them to remain in their familyhomes and thus prevent institutionalisation in health-care facilities.In the rendering of these services both personal decisions and the rightto privacy of the user will be respected and upheld.

IX) The Municipal Governmentswill promote systems facilitating access to housing according to the personaland economic circumstances of the disabled.

X) The Municipal Governmentswill, within their area of competence, adopt measures towards the necessaryadaptation of urban spaces, buildings and services of all types, in orderto allow full use by disabled persons.

Xl) The Municipal Governmentswill adopt the necessary measures ensuring free mobility of disabled personsthroughout the city, and special care will be taken to adapt regular meansof passenger transport, and will establish, for those disabled personswho by reason of their disability are denied access, alternative servicesand special economic conditions to ensure their mobility on equal termswith the rest of the population.

XII) The Municipal Governmentswill establish measures to ensure the performance of studies and analyseswhich may provide new elements aimed at improving the quality of life ofdisabled persons, and promote prevention, detection, diagnostic and early-detectionprogrammes.

XIII) The Municipal Governmentswill, within their area of competence, promote and ensure the participationof disabled persons and their representative organisations in decision-makingprocesses dealing with affairs which, either generally or specifically,may affect them.

XIV) The Municipal Governmentswill enter into cooperation agreements and conventions with city organisationsrepresenting disabled persons, in order to cooperate in their activitiesand agree to overall and consistent actions.

XV) The Municipal Governmentswill establish permanent skill-providing and training systems aimed atcity personnel in order to ensure adequate comprehension and attentionto the needs of the disabled.

XVI) The Municipal Governments,within their area of competence and in cooperation with their city's organisationsfor disabled persons, will draw up action plans consistent with this Declaration.Such plans must include execution and evaluation deadlines.

XVII) The Municipal Governmentswill adopt measures tending towards the unification and universalizationof rules and regulations, provisions, and the adoption of signal systemsand adequate media vehicles for each type of disability, facilitating theirfull integration in society and in order to make their conditions fullyequal to those of the rest of the citizenry. In order to advance in thefulfilment of this goal, the undersigning Municipal Governments will promote,through their international municipal organisations, the passing of ruleson the part of pertinent European organisations, establishing the minimumrequirements that Municipal Governments must take into account in termsof objectives, programmes and budgets making possible the accomplishmentof the agreements in this Declaration within a reasonable period of time.

Barcelona, 24. March 1995



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