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Aktion Betonkopf Brandenburg

Der ABB verleiht jährlich Anfang Mai anlässlich des europaweiten Aktionstages im Rahmen des traditionellen Diskussionsforums mit Landespolitikern, Behindertenverbänden und Pressevertretern den Betonkopf Brandenburg für die drastischste Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen.

Betonkopf

Haben Sie Vorschläge für den Betonkopf 2015?

Seit Gründung unseres Verbandes setzen wir uns konsequent zur Herstellung von Barrierefreiheit beim Bauen, Wohnen, im Verkehr, bei der Kommunikation und überhaupt in den Köpfen und im Umgang miteinander ein. Barrierefreiheit ist schließlich der Kernpunkt für Gleichstellung, Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Leider werden diesbezügliche gesetzliche Vorgaben, z. B. in der Brandenburgischen Bauordnung (BbgBO) u.a. Brandenburgischen Landesgesetzen, nicht immer oder nur zum Teil umgesetzt. Sanktionen für diese Unterlassungen sind vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Unsere Vorschläge zur Verankerung der Herstellung von Barrierefreiheit und Aufnahme eines Verbandsklagerechts im Brandenburgischen Behindertengleichstellungsgesetz (Bbg-BGG) wurden abgelehnt. Mit der Aktion Betonkopf Brandenburg wollen wir nun Verstöße gegen die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, ihre Ausgrenzung von der Teilhabe am Leben der Gemeinschaft durch unterschiedliche Barrieren öffentlich machen und damit dazu beitragen, dass der Verfassungsgrundsatz:

  • "Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden" (GG Art. 3 Abs. 3)

im Land Brandenburg verwirklicht wird und bestehende landesgesetzliche Vorgaben eingehalten werden. Wir bitten Sie daher, uns die größten Ärgernisse und Erlebnisse aus dem Alltag behinderter Menschen im Land Brandenburg mitzuteilen.

Bitte schreiben Sie oder senden Sie uns eine E-Mail: info@abbev.de

  • Wo oder durch wen fühlen Sie sich wegen Ihrer Behinderung am meisten benachteiligt?
  • Welche negativen Erfahrungen haben Sie im Umgang mit Behörden, Unternehmen, Vermietern etc. gemacht?
  • Welches Gebäude oder welche baulichen oder Mobilitätsbarrieren sind in Ihrer Umgebung das größte Ärgernis für behinderte Menschen?
  • Vorausgesetzt Sie hätten die Macht dazu:
    Was würden Sie in Ihrem unmittelbaren Umfeld sofort tun, um für behinderte Menschen eine Verbesserung der derzeitigen Situation zu erreichen?

Auf unserer speziellen Homepage Betonkopf-Brandenburg finden Sie Nominierungskonzept, Vorschläge und mit dem Negativpreis Ausgezeichnete seit 2004 sowie den Änderungen danach. 

Zum 5. Mai 2014 verliehen wir den Betonkopf wegen der Gefährdung der ärztlichen Versorgung von Patienten mit Behinderungen an das Gesundheitsministerium sowie die Kassenärztliche Vereinigung des Landes Brandenburg.

Der Betonkopf 2013 ging zu gleichen Teilen an die Verwaltung des Landtages des Landes Brandenburg und das Ministerium der Finanzen wegen der nicht barrierefreien Nutzbarkeit des Plenarsaales des Landtages im Neubau des Potsdamer Stadtschlosses.

Rückblick

Den Betonkopf 2012   verlieh der ABB e.V. der  Gemeinde Wiesengrund   für die Sanierung der Kindertagesstätte „Sonnenschein“ Trebendorf.
Diese Kindertagesstätte ist nicht nur nicht barrierefrei saniert worden, es wurde vielmehr im Zuge der Sanierung der einzige vorhandene barrierefreie Zugang zum Gebäude beseitigt.

Zum 20. Diskussionsforums des ABB mit Landespolitikern anlässlich des jährlichen Aktionstages gegen Diskriminierung und für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen erhielt das Brandenburgischen Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten den "Betonkopf Brandenburg 2011" wegen der mangelhaften Vergabepraxis von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung EFRE. Förderkriterien der EU zur Barrierefreiheit blieben als Vorgabe weitgehend unberücksichtigt.

Der "Betonkopf 2010 des Allgemeinen Behindertenverbandes" ging an die Stadt Lübben für die Ausgrenzung behinderter Menschen bei der Sanierung des Schlossturmes Lübben.

Den "Betonkopf Brandenburg 2009" erhielt die Stadt Senftenberg für den Bau der Landmarke Lausitzer Seenland.   Landmarke Lausitzer Seen

Die Errichtung dieser Aussichtsplattform grenzt Menschen mit Behinderungen aus und verstößt gegen § 45 der Brandenburgischen Bauordnung (Bbg-BO).

Anlässlich des Aktionstages gegen Diskriminierung und für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im Rahmen des 17. Diskussionsforums des ABB mit Landespolitikern am 5. Mai verliehen wir den Betonkopf 2008 dem Grobsteinpflaster, mit denen Denkmalschützer in Sanierungsgebieten Barrieren für mobilitätseingeschränkte Menschen, insbesondere Rollstuhlfahrer, errichten. In der Laudatio plädieren wir für ausgewogene Kompromisse.

2007 erhielt das "Drehkreuz", Symbol massenhafter Ausgrenzung mobilitätseingeschränkter Menschen beim Zugang zu Discountern und Supermärkten, den "Betonkopf". In der Laudatio begründete Dr. Stephan Faust, Sozialberater des ABB, wie dieses Drehkreuz allen Bemühungen und Gesetzen um Gleichstellung, Barrierefreiheit und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen eine Nase dreht.

"Brandenburg-aktuell" unterstrich dies mit einem Beitrag in den RBB-Nachrichten vom 3. Mai.

Der Negativpreis Betonkopf 2006 ging an die DB Station & Service AG Potsdam. Dieses Tochterunternehmen der Deutschen Bahn AG betreibt die ca. 350 Bahnhöfe und Haltepunkte im Land Brandenburg. Die Vergabe erfolgte, weil Menschen mit Behinderungen monatelang wegen defekter Fahrstühle von der Nutzung einiger Bahnhöfe und Haltepunkte - so in Luckenwalde, Ludwigsfelde, Trebbin und Brand - ausgegrenzt wurden.

Den Betonkopf Brandenburg 2005 erhielt das Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung Brandenburg wegen der Ausgrenzung Schwerbehinderter bei der Erweiterung des Nahverkehrs durch IC-Züge. Fast parallel zur Verleihung erfolgte vom Ministerium eine Korrektur dieser Diskriminierung. Schwerbehinderte mit gültiger Wertmarke können nun wie jeder Nichtbehinderte mit Nahverkehrsticket den IC kostenlos nutzen.

Der Betonkopf Brandenburg 2004 wurde wegen der Ausgrenzung behinderter Menschen bei der Neuerrichtung eines Gemeindehauses in Falkenrehde verliehen. Er ging zu gleichen Teilen an den Bauherren Stadt Ketzin und die Genehmigungsbehörde Bauordnungsamt Landkreis Havelland.

Inzwischen ist die Zugänglichkeit für mobilitätsbehinderte Menschen durch eine nachträglich errichtete Rampe behoben.

Unter der speziellen Internetadresse

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machen wir Ihre Vorschläge und Hinweise öffentlich.



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